LITERATURVERZEICHNIS
FÜR ERSCHLIEßUNG + ORIENTIERUNG

DIN-Fachbericht 142: 05-2005: Orientierungssysteme - Anforderungen an Orientierungssysteme in öffentlichen Gebäuden
Abstract: Der Fachbericht zu Orientierungssystemen in öffentlichen Gebäuden beschreibt die grundsätzlichen Anforderungen an Orientierungssysteme und die Informationsgestaltung. Es werden u.a. Themen wie Schriften, Farben, Beleuchtung, Leitsymbole oder Anforderungen an Schilder behandelt.

DIN 13411: 02-1999 Wand- und Geräteschutz in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Begriffe, spezifische Eckdaten
Abstract: Die Norm zielt auf klinische Bereiche, in denen Beschädigungen an Wänden und Geräten durch Transportwägen, Betten oder Rollstühle durch geeignete Konstruktionen verhindert werden sollen. Sie beschreibt verschiedene prinzipielle Ausführungsvarianten für Wandschutz und Handläufe. Für die unterschiedlichen Krankenhaus- bzw. Heimbereiche werden danach geeignete Wandschutzkonstruktionen empfohlen.

Glasow (2011): Bauliche Suizidprävention in stationären psychiatrischen Einrichtungen, Logos Verlag Berlin
Abstract: Die Arbeit dokumentiert anhand empirischer Untersuchungen drei wesentliche Handlungsebenen der baulichen Suizidprävention. Der entwickelte Katalog mit Gestaltungskriterien und Ausführungsvarianten für relevante Bauelemente und Räume gibt Empfehlungen zur suizidpräventiven Gestaltung stationärer psychiatrischer Einrichtungen.
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Kunze, M. (1994): Architekturpsychologische Untersuchungen zum Krankenhausbau. Dissertation. Weimar. Hochschule für Architektur und Bauwesen.
Abstract: "Architektur und Umwelt wirken immer in ihrer Gesamtheit auf den Menschen ein. Gerade auf dem Sektor des Krankenhausbaus stellt diese Einheit hohe Ansprüche an die architektonische Planung. Da der Patient als einer der Nutzer in der Planungsphase unbekannt bleibt und häufig wechselt, bleibt diese Gruppe bei der Prägung der Bau- und Raumstruktur anonym. Eine Individualisierung der Raumstruktur ist deshalb nicht realisierbar. Andererseits hat die "Krankenhausumwelt" die Aufgabe, die Befriedigung therapeutisch notwendiger Bedürfnisse zu unterstützen. Der Autor stellt sich deshalb die Aufgabe herauszufinden, welche sozialen Bedürfnisse der Patienten einbezogen werden müssen, soweit sie die bauliche Struktur des Krankenhauses beeinflussen. Dazu entwickelt er anhand von exemplarischen Fallstudien (Patientenbefragung) eine komplexe Betrachtungsweise auf den Untersuchungsgegenstand, die er sowohl auf theoretischer als auch praktisch-empirischer Ebene vornimmt. Er untersucht die Wahrnehmung und die Mensch-Umwelt-Interaktion unter den Bedingungen des Krankenhausmilieus." (Abstract der Dissertation)

Marquardt, G. (2007): Kriterienkatalog Demenzfreundliche Architektur. Möglichkeiten zur Unterstützung der räumlichen Orientierung in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Berlin: Logos.
Abstract: Die sich im Verlaufe einer Demenz manifestierenden Orientierungsstörungen schränken die Selbständigkeit der Erkrankten ein uns sind oftmals einer der Gründe für die Übersiedlung in eine Pflegeeinrichtung. Aufgrund ihrer krankheitsspezifischen kognitiven Einschränkungen ist es ihnen dort erschwert, sich ihr neues Wohnumfeld zu erschließen. Demzufolge sind Menschen mit Demenz zur Aufrechterhaltung ihrer Mobilität und Selbständigkeit in einem ganz besonders hohen Maße von baulichen Strukturen abhängig, die ihnen räumliche, zeitliche und situative Orientierung bieten. Der Kriterienkatalog Demenzfreundliche Architektur gibt auf einer empirischen Studie basierende Empfehlungen dazu, wie orientierungsfördernde bauliche Strukturen von Pflegeeinrichtungen zu konzipieren sind.

MusterKHBauVO (zurückgezogen): Es gelten die jeweiligen Krankenhausbaurichtlinien der Länder. Diese wurden zumeist auf Grundlage der Musterkrankenhausbauverordnung vom Dezember 1976 erstellt. Daher wird diese im EPH Psychiatrie weiterhin zitiert.
Abstract: Es werden Angaben zu Beleuchtung und elektrischen Anlagen, Ersatzstromversorgung, Elektrostatischer Aufladung, Beheizung, Lüftung, Wasserversorgung, Aufzügen, Transportanlagen und Abwurfschächten, Feuerlösch-, Fernmelde- und Alarmeinrichtungen sowie Blitzschutzanlagen gemacht.

Wener, R.; Kaminoff, R.D. (1983): Improving environmental information: Effects of signs on perceived crowding and behavior. Environment and Behavior, 15, S.3-20.
Abstract: Die Studie untersuchte die Wahrnehmung und das Verhalten in Umgebungen mit einer hohen Dichte und die Wirkung von Hinweisschildern. Verhaltensweisen und das Befinden von Besuchern einer überfüllten Lobby wurden beobachtet und durch die Besucher selbst bewertet. Es hat sich gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Orientierungsmöglichkeiten und Beengungsgefühlen gesteht. Einerseits können Orientierungshilfen das Empfinden von Gedränge, Unbehagen und Stress reduzieren. Außerdem vermindert Beengungsempfinden die Fähigkeit, handlungsrelevante Informationen (z. B. Hinweisschilder) wahrzunehmen.